Das Acton Institut wurde im April 1990 gegründet und nach John Emerich Edward Dalberg Acton (1834-1902) [1] – dem ersten Baron Acton von Aldenham – benannt. Lord Acton war eine der größten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Er wurde auch als “Richter der Geschichte” bekannt und als einer der gebildetsten Engländer seiner Zeit angesehen. Sein Lebenswerk widmete er der Geschichtsschreibung der Freiheit. Seine wichtigste Einsicht war, dass die politische Freiheit eine unerlässliche Grundlage für die religiöse Freiheit darstellt. Er hat dadurch die Verbindung zwischen Glauben und Freiheit hergestellt, die die Inspirationsquelle für das Wirken des Acton Instituts darstellt.
Die Aufgabe des Acton Instituts ist die Förderung einer freien, ethischen und humanen Gesellschaft. Die Ausrichtung des Instituts erkennt den Nutzen eines beschränkten Staatswesens und eines freien Marktes an. Das Acton Institut würdigt die Existenz eines objektiven Rahmens moralischer Werte und ist sich über die Subjektivität des wirtschaftlichen Wertes im Klaren. Es versteht die Gerechtigkeit als eine Pflicht, jedem seinen Anteil zuzugestehen, aber auch, und dies ist noch wichtiger, als eine Verpflichtung dem Gemeinwohl, und nicht nur den eigenen Wünschen und Bedürfnissen, zu dienen.
Um ein tieferes Verständnis für das Zusammenkommen von Glauben und Freiheit zu vermitteln, bezieht das Institut Vertreter aus Kreisen der Kirche, der Wirtschaft und der Wissenschaft in seine zahlreichen Seminare, Veröffentlichungen und akademischen Veranstaltungen mit ein. Es ist unsere Hoffnung, dass religiöse Führungspersönlichkeiten und Unternehmer für die Weiterentwicklung einer sicheren, freien und ethischen Gesellschaft, durch die Vermittlung des Zusammenhangs von Glaube, Freiheit und freiem wirtschaftlichen Handeln, einen Beitrag leisten können.